Tag 43…Bläschen an der Lippe

Mittwoch: 1. Mai

Heute Morgen hatte Lou ein kleines Bläschen an der Lippe. Wir haben in der Onkologie angerufen und wir sollten ihn in der Notfallambulanz vorstellen, um es abzuklären. Das ging auch sehr schnell und wir kamen gleich dran.

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Da wir für das Taxi immer einen Taxischein benötigen, war es nur der Papierkram, der dann noch viel Zeit in Anspruch nahm 🙄!

Der Schein muss vom Arzt oder einer Schwester unterschrieben, sowie Lous Daten per Drucker eingefügt werden. Außerdem muss ein Stempel der behandelnden Station drauf sein.

Die liebe Schwester gab mir den Schein (seit 1. April gilt nämlich ein neuer Schein!), er war unterschrieben und abgestempelt, aber es stand nirgends für wen er ausgestellt wurde.

Die Schwester frage die Ärztin, aber sie wusste auch nicht, wie man Lous Daten auf den Schein gedruckt bekommt. An Feiertagen ist die Anmeldung geschlossen und damit kein Drucken möglich. Die Ärztin rief in der onkologischen Tagesklinik an. Wir sollten dort den Schein ausfüllen lassen.

Als wir oben ankamen und ich einer Schwester das „Problem“ schilderte, meinte sie (das war wohl nicht die Schwester, die mit der Ärztin der Notfallambulanz telefoniert hatte), das gehe nicht, da Lou heute in der Notfallambulanz war und deshalb gar nicht im System der Tagesklinik eingetragen sei! 🙄😤

Als ich ihr sagte, dass es unten mit jemandem von oben abgeklärt wurde, sollten wir in den Wartebereich gehen und mit etwas Wartezeit rechnen 😳!

Am Ende hat die Aktion mit dem Taxischein doppelt so lange gedauert wie der medizinische Teil. Nun konnten wir mit dem korrekt ausgefüllten Schein wieder nach Hause fahren! Aber es waren alle sehr lieb und bemüht und schlussendlich hat ja alles geklappt und alle waren glücklich 👍😎!

Hier sind noch drei ältere Blogeinträge:
Wiedersehensfreude
Im Garten
Heißhunger

Tag 25…Thrombose-Meister

Samstag:
Toll war, dass Lou morgens meinte: „machen wir jetzt dann mal die Thrombose-Spritze!?“
Als es aber soweit war, war er doch nicht mehr so cool 😎…😁!

Heute haben wir den Tag ruhig und gemütlich verbracht.
Spiele, Puzzles, Basteln, Kochen und DVD schauen…raus konnten wir nur kurz, da es total kalt-nass war 😕!

Eine super Überraschung kam heute mit der Post.
Lous personalisierter Jako-o Trolley;
ein super Geschenk von der Aktion Krebskranker Kinder e.V. Heidelberg.
Jetzt steht er fix und fertig gepackt an der Treppe.

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Hier sind noch drei ältere Blogeinträge:
Warten, warten, warten
Schlechtes Wetter
Chemo in der Tagesklinik

Tag 18…im Garten

Samstag:

Er hat momentan sehr schlimme Heißhungerattacken. Teilweise ist der Tisch kaum abgedeckt und das letzte Essen gerade erst vorüber, da fängt er schon wieder an zu fragen, was ich als nächstes koche. Wenn es ganz schlimm ist, tobt er richtig arg rum und man bekommt schon Angst, dass der Katheter rausspringen könnte.

Andauernd läuft er zum Kühlschrank und schaut nach, was er noch essen könnte.

Heute schien nachmittags die Sonne so schön, dass wir in den Garten hinausgehen konnten. Ausgelassen, unbeschwert und fröhlich haben Lou und JoLa miteinander gespielt. Super glücklich war Lou, dass sein Kindergartenfreund ihn besuchen kam. An der frischen Luft war das ein guter Einstieg, um Besuch zu empfangen und hat super geklappt 😊!

An schönen Tagen freuen wir uns über kurze Besuche.

Hier sind noch drei ältere Blogeinträge:
Traurige Gewissheit
Therapiebesprechung
Tankstellen-Desaster

Tag 16…1. Erholungsphase

Donnerstag:

Wir wurden bei der Therapiebesprechung darauf hingewiesen, dass Lou durch die Kortisontherapie Gelüste und Heißhungerattaken bekommen könnte.
Heute Nacht um 4:00 Uhr war es soweit:
Lou: „Mama, wann können wir Würstchenrollen machen?“
Ich: „😴💤…was für Würstchenrollen 🤷‍♀️?“
Lou: „Die vom Feuerwehrmann Sam!“
Nachdem wir geklärt hatten, wann wir die Würstchenrollen machen werden, konnte er wieder gut weiterschlafen.

Der Vormittag ging Dank allerlei Aktivitäten schnell rum. Lou liebt es, die Aufgaben im Stickerheft zu lösen und nebenbei zu frühstücken. Gegen 11 Uhr kam die Erzieherin, las Lou aus einem Buch vor und bastelte mit ihm. Dann standen noch verschiedene pflegerische Maßnahmen auf dem Programm.

Schließlich kam die Visite und verkündete die frohe Botschaft: WIR DÜRFEN HEIM!!!

Mit einem großen Beutel Medikamente für den ersten Tag zuhause und 8 Rezeptblättern mit 19 verschiedenen Medikamenten und Verbandsutensilien für die kommende Zeit, haben wir das Krankenhaus nach 20 Tagen verlassen.

Erzieherin: „Worauf freust du dich zuhause am meisten?“
Lou: „Auf meine Schwester!“

Tag 14…Dienstag

Dienstag:

Lou ist heute gut gelaunt und voller Tatendrang aufgewacht.
Wir haben im Paw Patrol Stickerheft Aufgaben gelöst, zwei Janosch Puzzles gemacht und gebastelt…nebenher lief Lous geliebte Tonie Box.

Heute hat er komischerweise seit langem wieder mal bei der Medikamenteneinnahme mittags und abends einen riesigen Aufstand gemacht und wollte sie partout nicht einnehmen.

Dafür lief die Thrombose Prophylaxe fast reibungslos 👍!
Er hatte darum gebeten, nicht festgehalten zu werden.
Wir haben ihm erklärt, dass das immer nur gemacht werden muss, weil er immer so strampelt, tritt und um sich schlägt…
Es hat dann ziemlich gut geklappt und war für alle Beteiligten weniger nervenaufreibend und aufwühlend.

Nachmittags hat er wieder mit der Erzieherin gebastelt.

Dann hatte er ziemliche Bauchschmerzen und wollte nicht mehr rausgehen 😕.